08.04.2014

Einzigartige Premiere nach mehr als 500 Jahren

Weißenfelser Notenblätter erklingen neu. Lieder aus der Passionszeit berühren durch schmerzvolle Texte.

Gregorianische Klänge erfüllten am Dienstagabend die Halle des Mercedes-Autohauses in Weißenfels. Nach fast 500 Jahren erklangen die Weißenfelser Notenblätter neu. Stadtarchivarin Silke Künzel erklärte den Anwesenden, wie es zu diesem einzigartigen Fund kam: Nach Restaurationsarbeiten an einer Akte über das Kloster St. Claren zu Weißenfels waren diese Pergamentblätter zufällig entdeckt worden. Sie geben einen Einblick in die Praxis der klösterlichen Liturgie in Weißenfels am Vorabend der Reformation. Die in sogenannter »Hufnagelnotation« – die Form der Einzelnoten erinnert an geschmiedete Hufnägel – beschriebenen Seiten enthalten sieben Gesänge aus der vorösterlichen Liturgie der Karwoche. Der Bürgerverein Weißenfels gewann die Musikerin für Mittelaltermusik Susanne Ansorg und Robert Weinkauf sowie Sebastian Frank der Gregorianikschola aus der ehemaligen Benediktinerabtei Goseck für diese einzigartige Premiere. „Die Auszüge aus den Klageliedern Jeremias ergriffen mich gleichermaßen durch ihre schmerzvollen Texte und meditativen Melodien“, so Landratskandidat Götz Ulrich. „Sie sind ein beeindruckendes Zeugnis der klösterlichen Liturgie aus Weißenfels und ich danke dem Bürgerverein Weißenfels, der sich unermüdlich dafür einsetzte, diesen Noten nach 500 Jahren wieder Gehör zu verschaffen!“. Es war ein wirklich gelungener Abend, der die Bedeutung der mittelalterlichen Notenblätter aus Weißenfels ins rechte Licht rückte.

Besondere Premiere der Weißenfelser Notenblätter
 
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